Zürich (Deutsche Version)

Gegenüber der Halbinsel Rapperswil
Eine Fußgängerbrücke führt zu den Pfaden von St. Jacques de Compostelle
Die Sonne spiegelt sich auf dem Eis des Sees
Hunderte von Drosseln verdecken die Ufer

Eine Fähre verbindet Horgen und Meilen
Es geht ruhig vor der Insel Ufenau vorbei
Der Morgen entblößt seine Schultern nass von Tau
Ein Passagier ließ ein weißes Taschentuch fallen

Nordöstlich des Sees in der Stadt Zürich,
Die Limmat fließt an der Fraumünsterkirche vorbei
Mit Buntglasfenstern signiert Chagall und Giacometti
Was sind das für Bäume, die den Blick Gottes vor der Kirche verdecken?

Zürich ist von weisen Hügeln umgeben
Der Wind bewegte das Gras, das auf den Sommer wartete
Sie haben heute morgen lange ihren Tau geweint
Heute Abend mit dem Flusswasser mischen

Das Sihltal liegt uns zu Füßen
Die Alpen sind nur eine Fata Morgana im Nebel
Ein Zug pfiff am fernen Horizont
Ich hörte die Stimme eines Engels im Dunkeln

War es das Zwitschern eines der Bergvögel?
Ich konnte es nicht sagen, ich ging und sah den Felsen an
Schon lange und meine Fußstapfen haben mich an die Wasserscheide geführt
Zwischen bläulicher Transparenz von Limmat und Glatt

Die Höhe erhöht meine Atmung beschleunigt
Dein Name ist nur eine Erinnerung und Zürich
Jede Wolke in meinem klaren Verstand aufgesogen
Der Wind windet sich wie eine Boa um die Alpenkiefern

James Joyce winkte mir hockend zu
Auf seinem Grab auf dem Friedhof von Funtern
Blassrosa Begonien wie weinend auf dem Kies verstreut
Ich sah eine Rauchwolke aus der Mütze des Wächters aufsteigen

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